
Cecil schreibt über sich:
ch versuche von politischer künstlerischer Arbeit zu leben : Vorträge, Übersetzungen, Dolmetschen, Recherchearbeiten, Journalistik, etc. Mein Spitzname Eichhörnchen passt zu meiner Lieblingsaktionsform ; die Kletteraktion: Luftblockade von Atomtransporten, Banner-Kletter-Aktionen an der Fassade von Atomkonzernen, Baumbesetzungen gegen Straßenbau oder Kohleschmutz… Ich werde oft als „Kletterkünstlerin“ bezeichnet. Ich bin mal mit informellen Gruppen unterwegs, mal mit größeren Organisationen wie Robin Wood. Ich fühle mich in anarchistischen libertären Zusammenhängen wohl, ich will jedoch nicht in eine „Schublade“ Namens „Anarchist“ oder „radikale Linke“ usw. gesteckt werden. Es gibt meines Erachtens nach so viele Ideen wie Menschen auf dem Planet! Das ist Vielfalt.
Ich versuche im Einklang mit meinen Ideen und Utopien zu leben: Selbstbestimmung, wenig Konsumieren und Containern gehen, alternatives Leben (im Bauwagen), etc.
Im Februar 2008 blockierten Aktivist_innen einen Transportzug der Bundeswehr, um gegen den kriegerischen Normalzustand in der BRD zu demonstrieren. Mit einer Ankettaktion gelang es den Antimilitarist_innen damals, den Zug für mehrere Stunden aufzuhalten. Die angekettete Aktivistin Hanna Poddig wurde in langwierigen Prozessen zu 90 Tagessätzen Geldstrafe verurteilt, eine Verfassungsbeschwerde wegen der Verletzung ihres Grundrechts auf Versammlungsfreiheit wurde vom Verfassungsgericht nicht zur Entscheidung angenommen.
Da die Aktivistin sich dagegen entschieden hat, die Strafe zu bezahlen, erschien sie am 15.03.2012 am Knast in Frankfurt/M. zum Haftantritt.
Hanna: „Kriege gehören längst wieder zum Standardrepertoire deutscher Außenpolitik. Dagegen habe ich mich mit der Aktion gewandt und dazu stehe ich heute unverändert. Es ist eben dieser zunehmend militarisierte Staat, der auf der einen Seite Kriege führt und auf der anderen Seite dann die Gegner_innen dieser Politik verfolgt und bestraft.“
Zeigen Sie sich solidarisch mit Hanna und fordern Sie bei der Staatsanwaltschaft in Flensburg die Einstellung der Strafverfahren gegen die Unterstützer_innen!
Hanna freut sich über solidarische Aktionen gegen die kriegerische Normalität. Wer ihr schreiben möchte kann dies unter folgender Adresse tun:
Hanna Poddig, JVA Frankfurt, Obere Kreuzäckerstraße 4, 60435 Frankfurt am Main
„Seid Sand im Getriebe der Kriegsindustrie! Ob bei Bundeswehrwerbeauftritten an Schulen oder auf Messen, bei Konzerten der Bundeswehr-BigBand oder an den Produktionsstätten von Heckler&Koch, …Krieg beginnt vor unserer Haustür und kann auch dort angegriffen werden.“
- Verteilt Flyer in eurem Umfeld.
- Unterstützen Sie Hanna mit einer Patenschaft und übernehmen Sie symbolisch einen Tagessatz (15,00 €) ihrer Strafe und/oder helfen Sie bei der Begleichung der Gerichtskosten.
- Weitere Informationen:
- bei der DFG-VK
- bei der Soli-Gruppe
- auf der Facebook-Seite von/für Hanna
„Sarrazin, die SPD und die Neue Rechte“
Vortrag/Lesung/ Diskussion am 02. April im Mehrgenerationenhaus Kusel (19.30 Uhr)
Was hat die SPD mit Rassismus zu tun? Warum macht die NPD mit Sarrazin Wahlkampf? Welches sind die politischen Schnittmengen zwischen der bürgerlichen »Mitte« und der »Neuen Rechten«? Thomas Wagner und Michael Zander zeigen, wie eine aggressive Rechtfertigung von Herrschaft und sozialer Ungleichheit ebenso salonfähig wie populär gemacht wurde. SPD-Politiker, konservative Journalisten, die Neurechten, der norwegische Terrorist Breivik und die Neonazis – sie alle fordern für sich und ihresgleichen vor allem eines: »Meinungsfreiheit«. Das Buch, mit dem zunächst die Sarrazin-Debatte bilanziert werden sollte, bekommt inzwischen eine gespenstische Aktualität, die so nicht gewünscht war.
Autoren:
Dr. Thomas Wagner, geboren 1967, arbeitete als Soziologe an der TU Dresden, publizistisch tätig, u. a. zu Sloterdijk, Demokratietheorie und engagierter Literatur.
Michael Zander, geboren 1972, Psychologiestudium an der FU Berlin, tätig in der empirischen Sozialforschung, Redakteur der Zeitschrift »Forum Kritische Psychologie« und Autor u. a. der jungen Welt.




